Der Priester

Der Priester des Tempels in Emmenbrücke heisst Saseetharen Ramakrishna Sarma. Er wurde 1969 in Jaffna im Norden Sri Lankas geboren. Dort besuchte er die Grundschule und das Gymnasium. Saseetharen Ramakrishna Sarma stammt aus einer Brahmanen-Familie und begann im Alter von 12 Jahren das Studium zum Hindu-Priester, u.a. lernte er Sanskrit. 1992 kam Saseetharen Ramakrishna Sarma aufgrund des ethnisch-politischen Konfliktes in Sri Lanka in die Schweiz. Seither ist er neben diversen anderen beruflichen Verpflichtungen als Priester tätig. Zuerst diente er in einem kleinen Raum, der als Tempel diente, in der St. Karli Kirche. Ab 2000 wirkte er für einige Jahre in Gisikon-Root und seit 2016 ist er für den Sri Rajarajeswary Amman Tempel in Emmenbrücke zuständig. Neben den zweimal wöchentlich stattfindenden Puja gehören die zahlreichen weiteren Feste und Feierlichkeiten wie z.B. Hochzeiten und Namensgebungsrituale ebenfalls zu seinem Aufgabenbereich. Zusätzlich gibt er den tamilischen Kindern Religionsunterricht. Saseetharen Ramakrishna Sarma ist ein gern gesehener und engagierter Akteur im Interreligiösen Dialog. In einem seiner letzteren Werke hat er Ritual für Ritual beschrieben. Dies und nicht zuletzt sein Tatendrang im Austausch mit anderen Religionen zeigen sein Anliegen auf. Das besteht darin, insbesondere in Zusammenarbeit mit der Katholischen Kirche oder auch der Universität Luzern, den Hinduismus einer breiteren Masse näher zu bringen.

So stehen die Türen an der Emmenweidstrasse 58B jedem offen. Hierfür ermutigt er alle Interessierten telefonisch, mit ihm einen Führungstermin zu vereinbaren. Egal in welchem Format zeigt er sowohl Schulklassen, Firmen als auch Privatpersonen gerne die Götterschreine. Nicht klein zu reden ist sein Engagement für tamillische Familien. So betreut er rund 500 Familien aus der Region, die mit Anliegen zu ihm kommen. Ist eine Person verstorben, so ist er die Ansprechperson für das Bestattungsritual an der Reuss. Die Bewilligung, die Asche der Toten in die Reuss zu streuen, ist vor allem Saseetharen Ramakrishna Sarma zu verdanken.

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